Übersicht der aktuell ausgestellten Werke

Hier finden Sie einige Eckdaten und Anekdoten zu den aktuell auf dem Seeweg zugänglichen Werken. Wir freuen uns, dass Sie den Weg hierher gefunden haben und wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.

Sie werden auf dem Skulpturenpfad Seeweg entlang des Kleinen Plöner Sees auf dem Gut Wittmoldt zahlreiche Arbeiten verschiedener Künstlerinnen und Künstler entdecken.

Diese sind mit Schildern versehen, die zu der Homepage des Seeweg Gut Wittmoldt. e.V. führen.

Hier bekommen Sie in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen der Kunstschaffenden einige Infos zu den einzelnen Skulpturen, um ihren kulturellen Spaziergang entlang des kleinen Plöner Sees noch besser genießen zu können.

 


Vor Ort Poesie

Ute Diez

Installationen | 2026

 

Und als der Wind

zu stark,

der Ast zu schmal

und die Zeit zu knapp wurde,

breitete der kleine Spatz die Flügel aus

und nutzte die Gelegenheit.

Und siehe da,

seine zarten Flügel trugen ihn,

genauso wie der Wind es tat.

Und bevor er müde wurde,

setzte er sich auf einen Ast,

baute sein Nest

und trotze dem Wind.

Selbst die Zeit lauschte seinen lieblichen Liedern.

 

Yasmin Mai-Schoger, 2023


Die Kieler Konzeptkünstlerin Ute Diez hat eigens für den Seeweg die Installation Vor Ort Poesie geschaffen. Die Ausstellung „Nothdurft & Diez. Malerei und Konzeptkunst am Seeweg“ gab den Anlass hierzu. Die Installation gibt den Text eines Gedichts der Autorin Yasmin Mai-Schoger wieder und ist in sechs „Stationen“ über den Seeweg verteilt.

Die Inspiration hatte Diez bei einem Spaziergang auf dem Skulpturenpfad entlang der Halbinsel von Gut Wittmoldt. Sie hat ihre Arbeit dem naturbelassenen Gelände des Seewegs und seiner landschaftlichen Schönheit angepasst. Nicht nur ihre formale Gestaltung durch verschiedene Schriftarten an unterschiedlichen Anbringungsorten auf dem Skulpturenpfad, sondern auch der naturbezogene Textinhalt der Installation rekurrieren auf den Seeweg.

Die Künstlerin stellt sie dem Verein als Schenkung dauerhaft als Erweiterung seiner Skulpturensammlung zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter:

www.utediez.de



Zaunkönig

Arno Neufeld

Metall und Holz | 2024

Arno Neufeld (1955-2023) prägte regional und überregional die Kunst- und Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins.

Seine Installation „Zaunkönig“ wurde durch die Kunstschaffenden Ingo Warnke, Ulf Reisener und Sophie Knabe im Rahmen der Ausstellung „Aus Nähe und Ferne betrachtet“ 2024 aufgebaut. Der Künstler Arno Neufeld ist verstorben, bevor er seine Skizzen zur Installation umsetzen konnte. Die Verwendung von weißem Holz ist ein typisches Merkmal für Arbeiten von Neufeld. Ebenso der schalkhafte Titel mit Verweis auf den Aufstellungsort.

Der Zaunkönig ist in Europa und Nordafrika verbreitet. Sein bevorzugter Lebensraum sind Wälder, Gebüsche, Unterholz und Ufergebiete - der Seeweg ist also als Standort prädestiniert.

Je nach Habitat ist der Zaunkönig ein sog. Standvogel, Teilzieher oder Zugvogel. Der Künstler Arno Neufeld hat mit dem Bezug auf den kleinen Vogel den Ausstellungtitel „Aus Nähe und Ferne betrachtet“ wörtlich genommen.

Die Installation ist erlebbar, man kann sich zwischen den Eisenstangen hindurchbewegen und die Arbeit aus allen Blickwinkeln betrachten.



Wegelagerer

Aurel Rückner

Weißbeton, armiert | 2022

Die Skulptur „Wegelagerer“ schuf der Bildhauer 2022 eigens für die Ausstellung „Maximalismus“ direkt vor Ort, in der Werkstatt in Gut Wittmoldt. Der freischaffende Künstler Aurel Rückner (*1962 in Hamburg) studierte bei Prof. Jan Koblasa Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.

Weitere Informationen zum Künstler finden Sie unter:

www.aurel-art.de



Rosa

Ulf Reisener und Ingo Warnke

Holz und Metall | 2021

Die Skulptur wurde 2022 im Zuge der Ausstellung „Maximalismus“ auf dem Skulpturenpfad installiert.

„Rosa“ ist eine gemeinschaftliche Arbeit der beiden Bildhauer Ulf Reisener und Ingo Warnke. 2004 gründeten sie das Bildhauer-Atelier „Heiliger Schein“ in Nettelsee. Beide sind Absolventen der Muethsius Kunsthochschule in Kiel.

Weitere Informationen zu den Künstlern finden Sie unter: www.heiliger-schein.de



Apokalyptische Reiter

Jan Koblasa

Metall | Vierteilige Gruppe | 2015

Die vierteilige Skulpturengruppe wurde 1988 zunächst aus Holz gefertigt. Im Jahr 2015 vernichtete Jan Koblasa die Holzskulpturen, nachdem er die Reiter (mit Hilfe von Uwe Gripp) aus Metall nachgebaut hatte. Die vier Skulpturen stehen für die vier apokalyptischen Reiter und damit für die Schrecken der Apokalypse: Hunger, Krankheit, Krieg und Tod.

Anlässlich der Ausstellung „Maximalismus“ 2022 wurde die Skulpturengruppe auf dem Seeweg aufgestellt.

Weitere Informationen finde Sie unter: www.sh-kunst.de



Stelen / Wächter

Jan Koblasa

Stahlguss und Diabas | Sechsteilige Gruppe | 1990

Die sechsteilige Skulpturengruppe wurde 2022 an der Uferkante des „Seewegs“ installiert. 1990 entstanden während eines Künstlersymposiums die Sockel aus Stahlguss, etwas später fertigte Koblasa die sechs Köpfe aus Diabas an.

Anlässlich der Ausstellung „Maximalismus“ 2022 wurde die Skulpturengruppe auf dem Seeweg aufgestellt.

Jan Koblasa wurde 1932 im tschechischen Tabor geboren. Er studierte 1952-1958 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. 1968 floh er nach Schleswig-Holstein. 2017 verstarb Koblasa in Hamburg.

An der Muthesius Kunsthochschule in Kiel begründete er 1969 die Bildhauerklasse, die er bis 1998 leitete. Viele seiner Werke befinden sich im öffentlcihen Raum und in privaten Sammlungen weltweit.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.muthesius-kunsthochschule.de

 



Ohne Funktion / Schräder wartet

Nana Schulz

Polyesterfigur auf Stahlsockel | 2006

Die Arbeit von Nana Schulz jagt den Besuchenden des Skulpturenpfads regelmäßig einen leichten Schrecken ein. Regungslos, mit dem Rücken zum Pfad, sitzt ein Mann in orangener Funktionsweste auf einem Sockel und blickt regungslos über den Kleinen Plöner See. Wer sich heranwagt, erkennt schnell, dass es sich um ein Kunstwerk handelt.

Die Skulptur wurde 2022 im Zuge der Ausstellung „Maximalismus“ auf dem Skulpturenpfad aufgestellt. Ursprünglich stand sie im Wattenmeer Büsum.

Die Haltung der Figur zitiert die des „Don Sebastian de Morra“ auf dem gleichnamigen Gemälde von Diego Velásquez.

Die Künstlerin Nana Schulz (*1967 in Lübeck) studierte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Prof. Jan Konblasa Bildhauerei und Prof. Peter Nagel Malerei. Sie ist Mitbegründerin der Galerie „Prima Kunst“ und Initiatorin des Atelierhauses im Anscharpark in Kiel.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter:

www.martinschraeder.de



Großes Stück für Wand und Stuhl

Volker Tiemann

Aus der Serie „Broken things“ | Holz, bemalt | 2021

 

Die Skulptur wurde 2022 im Zuge der Ausstellung „Maximalismus“ auf dem Skulpturenpfad installiert.

 

Der Künstler Volker Tiemann wurde 1963 in Kiel geboren. Er studierte Bildhauerei bei Prof. Koblasa an der Muthesius Kunsthochschule. Seine Arbeiten verbinden handwerkliche und technische Präzision mit Humor und dem Eindruck von Leichtigkeit. Tiemann integriert gerne Alltagsgegenstände in seine Bildhauerische Arbeit. Oft setzt er sie in einen ungewöhnlichen, völlig neuen Kontext.

 

Weitere Informationen zum Künstler finden Sie unter:

www.volker-tiemann.de



Die Arbeiten des Künstlers Bernhard G. Lehmann

Die Arbeiten des Künstlers Bernhard G. Lehmann haben einen besonderen Stellenwert auf dem Skulpturenpfad, denn sie bilden nicht nur den Initialpunkt der Skulpturensammlung und des Seewegs, sondern auch des Kulturvereines Seeweg Gut Wittmoldt e.V., der 2018 gegründet wurde.

Im Winter 2013 begann für das altehrwürdige Gut Wittmoldt am Kleinen Plöner See ein neues Abenteuer. Die damaligen Besitzer Amélie und Rüdiger von Bülow-Sartory lernten den international bekannten Künstler, Maler und Bildhauer Bernhard G. Lehmann kennen. Seine Plastiken, geformt aus Stein und Stahl, boten sich ideal an für einen langgehegten Traum: die Errichtung einer Skulpturenlandschaft auf dem Außengelände des mehr als 700 Jahre alten Anwesens. Entlang des historischen Spazierwegs am Seeufer installierte Bernhard G. Lehmann über dreißig seiner Werke, zum Teil tonnenschwere Skulpturen. Seit nun mehr 13 Jahren ist der »Seeweg« jeden Tag für Besuchende öffentlich und frei zugänglich. Die klaren Formen und glatten Oberflächen der Skulpturen Lehmanns heben sich deutlich von der sie umgebenden naturbelassenen Landschaft ab. Der sanfte Schwung, mit dem die dünnen Edelstahlstäbe der Arbeiten wie Gräser im Wind wogen, greift aber auch die Umgebung wieder auf.

Weitere Informationen zum Künstler finden Sie unter:

www.bernhard-lehmann.de

Weg

Bernhard G. Lehmann

Stahl und Edelstahl | 1998



Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei…

Bernhard G. Lehmann

Dreiteilige Skulpturengruppe | Diabas und Edelstahl | 1996



Within – Without

Bernhard G. Lehmann

Edelstahl | 2001



Big Harp

Bernhard G. Lehmann

Stahl und Edelstahl | 2000



Five

Bernhard G. Lehmann

Travertin und Edelstahl | 2000



Moonlight

Bernhard G. Lehmann

Holz und Edelstahl | 1993



Nine

Bernhard G. Lehmann

Diabas und Edelstahl | 2000



Ohne Titel

Bernhard G. Lehmann

Travertin und Edelstahl | 2010



Ohne Titel

Bernhard G. Lehmann

Granit und Edelstahl | 1999



Ohne Titel

Bernhard G. Lehmann

Diabas und Edelstahl | 2013



Four Seasons

Bernhard G. Lehmann

Travertin und Edelstahl | 1996



Poem

Bernhard G. Lehmann

Diabas und Edelstahl | 1993



Signum

Bernhard G. Lehmann

Diabas und Edelstahl | 1996



Labyrinth

Katrin Witt

Findelsteine | 2019

 

Mehr Informationen finden Sie unter:

www.witt-katrin.de